Nach dem NSU-Prozess

19.  Apr,  Do,  19:00 Uhr

Katholische Akademie Hamburg

Seit fast fünf Jahren findet am Oberlandesgericht München der Prozess gegen die Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ statt. Wenn Anfang 2018 endlich die Urteile über die Angeklagten verkündet werden, werden weder unsere Gesellschaft noch unser Rechtssystem dieselben sein wie zu Beginn des Prozesses. Zur Verhandlung standen die rassistisch motivierten Morde und Gewalttaten des NSU. Darüber hinaus hat der Prozess aber ein gravierendes Versagen des Staates offengelegt. Ohne eine Verstrickung der Sicherheitsorgane hätte es die Taten des NSU nicht geben können. Und die Opfer wie ihre Angehörigen wurden durch Staatsanwaltschaft und Polizei als potentielle Mitschuldige stigmatisiert und so noch einmal zu Opfern gemacht. Wie also sieht Deutschland nach dem NSU-Prozess aus?

Darüber unterhalten sich der Rechtsextremismus-Experte Prof. Dr. Hajo Funke und Rechtsanwalt Yavuz Narin, der als Vertreter der Nebenklage die Familie des Opfers Theodoros Boulgarides begleitet hat.

Uhrzeit19.00 Uhr
OrtKatholische Akademie Hamburg
ReferentenProf. Dr. Hajo Funke, Berlin; RA Yavuz Narin, München
Eintritt9,00 / 6,00 Euro