Hamburger Tage des Exils: Margarete Susman

Beitrag zu den Hamburger Tagen des Exils

20.  Jun,  Di,  19:00 Uhr

Katholische Akademie Hamburg

Margarete Susman, 1872 in Hamburg geboren, war Dichterin und Intellektuelle: Sie schrieb Gedichte, aber auch Aufsätze und Essays über Sprache und Literatur, Theologie und Philosophie sowie Politik. Eine zentrale Frage war für siedas Verhältnis zwischen Judentum und Christentum. Ihre Überlegungen sind auch Ausdruck ihrer Auseinandersetzung mit den Großen ihrer Zeit, mit denen sie in Austausch stand: Georg Simmel, Ernst Bloch, Martin Buber, Gustav Landauer und Franz Rosenzweig. Nach der Machtergreifung Adolf Hitlersemigrierte sie sofort in die Schweiz. Nicht zuletzt reflektierte sie ihr eigenes „paradoxes“ Leben zwischen Judentum und Christentum, als deutsche Jüdin, als schreibende Frau in einer männlich dominierten Umwelt, als politisch Engagierte in einem fremden Land: „Exil“ ist für Susman nicht nur das erzwungene Leben im Ausland, sondern ihre Lebenserfahrung schlechthin.

Uhrzeit19.00 Uhr
Ort Katholische Akademie Hamburg
GesprächspartnerProf. Dr. Elisa Klapheck, Rabbinerin, Frankfurt/Main;
Prof. Dr. Doerte Bischoff
KooperationWalter-Berendsohn-Forschungsstelle für Exilliteratur
Eintritt9,00 / 6,00 Euro