Die katholische Kirche und die Juden

13.  Feb,  Mi,  19:00 Uhr

Katholische Akademie Hamburg

 

Seit dem II. Vatikanischen Konzil war das Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum geprägt durch den Vorsatz, die alte „Substitutionstheorie“ zu überwinden, nach der der Bund Gottes mit seinem Volk Israel durch den neuen Bund in Jesus Christus abgelöst worden sei. „Unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt“ – mit diesem Wort des Apostels Paulus (Röm 11,29) schien unzweifelhaft gesagt: Gott hält seinem auserwählten Volk die Treue. Vor einiger Zeit ließ der emeritierte Papst Benedikt XVI. Anmerkungen zum Traktat „De Iudaeis“ veröffentlichen, die diesen Konsens zu verlassen scheinen. In der Zerstörung des Tempels und der Zerstreuung des Judentums in die Diaspora sieht Benedikt das Christentum in seinem universalen Heilsanspruch für alle Menschen bestätigt. Mit dieser Theologie setzen wir uns kritisch auseinander.

 

Uhrzeit19.00 Uhr
OrtKatholische Akademie Hamburg
Referenten    Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der "Stiftung Topographie des Terrors", Berlin; Prof. em. Dr. Jürgen Werbick, Fundamentaltheologie Universität Münster
KooperationGesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Jerusalem Akademie
Eintritt9,00 / 6,00 Euro